Die 3 größten Hebel um Leistungsstress gehirngerecht zu reduzieren

Aktualisiert: 6. Sept. 2021

Was Dauerstress mit unserem Körper macht und wie du deinen Körper entlasten und dein Wohlbefinden steigern kannst


Stress ist eine lebensnotwendige Körperfunktion und hilft uns blitzschnell auf Gefahren zu reagieren. Wichtig für unseren Körper und unser Wohlbefinden ist aber, dass wir nach der Stressreaktion wieder zurück in die Entspannung finden.


Wenn wir uns dauerhaftem Leistungsstress aussetzen, gerät unser Stresshormon-Haushalt durcheinander. Das hat vielfältige Auswirkungen auf unseren Körper:


  • Die Dauerbelastung führt zu Erschöpfung, anhaltende Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

  • Das Immunsystem wird geschwächt und die Wundheilung verlangsamt.

  • Es kann zu Magen-Darm Problemen und Bluthochdruck kommen, das Herzinfarkt und Schlaganfall-Risiko steigt.

  • Chronischer Stress hat negative Auswirkungen auf die Telomere (die Chromosomenenden), was zu einer früheren Zellalterung führt. Wir altern schneller.

  • Unser Gehirn passt sich permanent an die Anforderungen an. Wenn die Amygdala - wo Angst und Stressreaktionen eingeleitet werden - im Dauereinsatz ist, bilden sich hier neue Nervenfortsätze. Gleichzeitig werden im Neocortex Verbindungen abgebaut. Dies begünstigt impulsives Handeln.


Außerdem verdirbt zu viel Leistungsstress die Lebensfreude!


Wenn du dein Stresslevel senken möchtest, kommen hier 3 wirkungsvolle und gehirngerechte Hebel:


  1. Was du bei akutem Stress tun kannst: Beruhige zunächst dein Nervensystem, damit du die Situation in Ruhe analysieren kannst. Dazu kannst du zum Beispiel meine 1-Minute-Übung um Stress loszulassen nutzen. Hinterfrage dann den Stress: Ist das mein Stress? Was liegt in meinem Einflussbereich und was nicht? Wie wichtig ist diese Situation wirklich? Oft hilft es die Antworten kurz aufzuschreiben. Entscheide dich dann bewusst wie du mit der Situation umgehen möchtest.

  2. Um sofort und auch langfristig dein Stresslevel zu senken, ist Ausdauersport wahnsinnig wirkungsvoll. Ausdauersport senkt nicht nur das Stresshormon Kortisol, es regt auch die Dopamin und Tryptophan-Produktion an. Dopamin ist als „Der Botenstoff des Glücks“ bekannt. Tryptophan ist die Vorstufe von Serotonin und verbessert unsere Stimmung, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Regelmäßige körperliche Aktivität steigert außerdem unsere Hirngesundheit. Durch die Neurogenese werden neue Nervenzellen und neue Synapsen im Hyppocampus gebildet, was unser Gedächtnis stärkt. Die Durchblutung des Gehirns wird verbessert und es bilden sich neue Äderchen. Zudem steigt die Aufmerksamkeitsleistung und die Impulskontrolle.

  3. Gönn dir ein Neuro-Coaching! Im Coaching analysieren wir gemeinsam deine Stresstrigger und lösen sie gehirngerecht auf. Dazu nutze ich oft EMDR. EMDR ist eine von der WHO anerkannte Therapiemethode bei posttraumatischen Belastungsstörungen. Sie hilft nicht nur bei schwereren Traumata, sondern auch bei Perfektionismus, chronischem Stress und Leistungsdruck. Durch rechts-links Impulse kommt unser Gehirn in einen Lösungsmodus, in dem Stresstrigger dauerhaft aufgelöst werden können. Dazu ist oft nur eine Coaching Session nötig.

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